Fünf Fragen an Finn Plotz.
Warum gerade die Sicherheitsbranche?
In dieser Branche, so frustrierend Fehlalarme und komplizierte Maßnahmenpläne auch sind, dreht es sich am Ende des Tages um eines: Menschen helfen, die in Not geraten. Wenn wir das mit Technologie schneller und besser machen können, ist das ein guter Grund, morgens aufzustehen.
Was war der Anlass, eine Leitstellenplattform komplett neu zu bauen?
In vielen deutschen Leitstellen begegnet man heute noch Software, die aussieht, als käme sie direkt aus Windows-98-Zeiten. Für eine Branche, in der jede Sekunde zählt, wollen wir Software auf neuestem Stand der Technik liefern. Den Härtetest haben wir bewusst in Südafrika gemacht, in einem der reifsten und zugleich anspruchsvollsten Sicherheitsmärkte der Welt. Was dort jeden Tag besteht, ist buchstäblich kugelsicher.
Was unterscheidet SEON konkret von dem, was sonst auf dem Markt ist?
Drei Dinge. Erstens, unverhandelbar, die Stabilität: keine lokalen Server, doppelte Geo-Redundanz, 99,999 Prozent Uptime, zertifizierte Cybersecurity. Zweitens Nutzerführung: die Software trägt den Disponenten durch jeden Einsatz, der Maßnahmenplan läuft im System ab, nicht im Kopf des Bedieners. Drittens Innovation: Integrationen, mobile Apps für Endkunden, Errichter und Einsatzkräfte sowie Stella, unser KI-Sprachagent.
Warum gehen Sie jetzt mit SEON auf den deutschen Markt?
Deutschland ist unser Heimatmarkt. Wir sind eine deutsche Firma, und es war immer unser Ziel, mit einer reifen Plattform nach Hause zurückzukehren. Den Zeitpunkt haben wir gewählt, als die Plattform stabil und vollständig genug war, um in einer etablierten Umgebung zu bestehen. Im Laufe des letzten Jahres haben wir gemeinsam mit unseren zwei deutschen Launch-Partnern, der WSH in Singen und der WIS Leitstelle in Halle-Saale, die Anpassungen an die Bedürfnisse professioneller deutscher Leitstellen durchgeführt.
Was bedeutet die Umstellung auf SEON konkret für eine Leitstelle?
Drei sehr unmittelbare Effekte. Wartungs- und Update-Themen fallen weg, weil die Plattform vollständig in der Cloud betrieben wird. Stella und die konsequente Nutzerführung reduzieren die Bearbeitungszeit pro Alarm spürbar, was sich direkt in den Reaktionszeiten zeigt. Schichtleitung und Management haben ein belastbares Live-Lagebild, das auch im Audit hält.
Ich besuche Sie gern.
Mit hanseatischen Grüßen aus Hamburg. Wenn Sie eine Leitstelle betreiben oder für deren Technik verantwortlich sind, freue ich mich über das persönliche Gespräch.



